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Was ist ein WebRTC-Leak?

WebRTC verbindet Browser für Echtzeitkommunikation. Dafür muss der Browser mögliche Netzwerkwege ermitteln. Diese ICE-Kandidaten waren früher eine bekannte Quelle zusätzlicher IP-Informationen.

Warum WebRTC Netzwerkadressen benötigt

Bei direkter Audio-, Video- oder Datenkommunikation versucht WebRTC geeignete Wege zwischen Teilnehmern zu finden. Dazu können lokale Interfaces, STUN-Server und Relay-Server verwendet werden.

Was moderne Browser verändert haben

Viele Browser geben lokale IP-Adressen nicht mehr einfach als Klartext an Webseiten weiter. Stattdessen können mDNS-Namen erscheinen oder Kandidaten werden eingeschränkt. Ältere Anleitungen im Internet sind deshalb nicht immer auf heutige Browser übertragbar.

Wann ein VPN-Leak relevant wäre

Relevant ist vor allem, wenn trotz aktivem VPN eine zusätzliche öffentliche IP sichtbar wird, die zum direkten Anschluss gehört. Private RFC1918-Adressen oder mDNS-Namen sind allein kein Beweis dafür.

WebRTC nicht blind deaktivieren

Videokonferenzen und Browserkommunikation können WebRTC benötigen. Wer einen VPN-Dienst verwendet, sollte dessen Browser- und Leak-Schutz prüfen, statt pauschal jede WebRTC-Funktion abzuschalten.

ICE, STUN und TURN in Kurzform

ICE sammelt mögliche Verbindungswege zwischen Teilnehmern. STUN hilft dabei, die von außen sichtbare Adresse einer Verbindung zu ermitteln. Wenn eine direkte Verbindung nicht möglich ist, kann TURN den Datenverkehr über einen Relay-Server transportieren. Diese Mechanismen sind normaler Bestandteil von WebRTC und nicht automatisch ein Datenschutzproblem.

Ob eine Website bestimmte Kandidaten sehen kann, hängt von Browserregeln und Berechtigungen ab. Moderne Schutzmechanismen haben die Situation gegenüber frühen WebRTC-Versionen deutlich verändert.

So testest du ein VPN sinnvoll

Notiere zuerst deine öffentliche IP ohne VPN. Aktiviere anschließend den VPN-Tunnel und lade WHOIP.CH neu. Die sichtbare öffentliche IP sollte jetzt zum VPN-Ausgangspunkt passen. Danach kannst du den WebRTC-Test verwenden, um zu prüfen, ob zusätzlich eine unerwartete öffentliche Adresse auftaucht.

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Über den Autor

Christian Eichenberger betreibt WHOIP.CH als unabhängiges Schweizer Netzwerkprojekt. Die Inhalte sollen technische Begriffe nachvollziehbar erklären und die Ergebnisse der WHOIP-Tools einordnen.

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