Was ist Ping?
Mit Ping wird meist die Zeit bezeichnet, die ein Signal zum Ziel und zurück benötigt. Diese Round Trip Time wird in Millisekunden gemessen und ist besonders bei Echtzeitanwendungen wichtig.
Bandbreite und Latenz sind verschieden
Eine 1-Gbit/s-Leitung kann einen höheren Ping haben als eine 100-Mbit/s-Leitung. Bandbreite beschreibt, wie viele Daten pro Zeit übertragen werden können; Latenz beschreibt die Verzögerung einzelner Übertragungen.
Was beeinflusst den Ping?
Physikalische Distanz, Routing, Anzahl der Netzsprünge, Warteschlangen, WLAN und die Auslastung des eigenen Anschlusses wirken zusammen. Ein Server im gleichen Land ist deshalb häufig schneller erreichbar als ein Server auf einem anderen Kontinent.
Wann ist Ping wichtig?
Online-Gaming, VoIP, Videokonferenzen, Remote-Desktop und interaktive Cloud-Anwendungen reagieren empfindlich auf hohe Latenz. Bei großen Downloads ist dagegen die Bandbreite meist wichtiger.
Warum mehrere Messungen sinnvoll sind
Eine einzelne Messung kann zufällig gut oder schlecht sein. Deshalb sind Median und Jitter über mehrere Samples aussagekräftiger. WHOIP.CH verwendet im ausführlichen Speedtest mehrere Latenzmessungen.
Orientierungswerte statt harter Grenzen
Ein Ping von unter etwa 20 ms zu einem regionalen Server fühlt sich meist sehr direkt an. Werte zwischen 20 und 50 ms sind für die meisten Anwendungen weiterhin gut. Höhere Werte sind nicht automatisch ein Fehler: Zu einem weit entfernten Kontinent sind zusätzliche Millisekunden physikalisch unvermeidbar. Entscheidend ist daher immer, wohin gemessen wird.
Für einen fairen Vergleich solltest du denselben Zielserver verwenden. Ein Ping von 10 ms zu einem Server in Zürich und 90 ms zu einem Server in New York lassen sich nicht sinnvoll als Qualitätstest derselben Route vergleichen.
Ping bei Problemen testen
Wenn Videotelefonie oder Gaming stockt, vergleiche zuerst LAN und WLAN. Teste anschließend im Leerlauf und während eines großen Uploads. Steigt die Latenz nur unter Last stark an, liegt das Problem eher bei Warteschlangen beziehungsweise Bufferbloat als bei der Grundlatenz des Anschlusses.
